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11. Urnäscher Stammtisch mit Neuzuzügerbegrüssung
Eishockey-Legende Jonas Hiller und Steuerchef Jacques Oberli zu Gast
Am 28. August 2025 fand in der Mehrzweckhalle Au der 11. Urnäscher Stammtisch statt – diesmal im Rahmen der Neuzuzügerveranstaltung. Über 120 Gäste nahmen teil. Die zahlreichen Vereine von Urnäsch präsentierten und stellten sich vor – einmal mehr eindrücklich, wie viele aktive Vereine es in diesem Dorf gibt.
Den Abend eröffnete Gemeindepräsident Peter Kürsteiner, der auch die neu zugezogenen Urnäscherinnen und Urnäscher herzlich willkommen hiess. Anschliessend führten Angelique Kellenberger und Felix Mettler durch das Programm, musikalisch begleitet von der Familienkapelle Zähner und dem Jodelchörli Urnäsch am Säntis.
Jonas Hiller über Karriere und Heimat
Erster Gast war Jonas Hiller, ehemaliger NHL-Torhüter und Urnäscher Schulabsolvent. „Es ist eine Freude, wieder in die alte Heimat zurückzukehren“, sagte der 42-Jährige, der mit seiner Familie bis zu seinem 18. Lebensjahr in Urnäsch lebte.
Hiller schilderte seinen ungewöhnlichen Weg: Vom Nachwuchsspieler in Herisau über Lausanne und Davos bis in die nordamerikanische Profiliga und zurück nach Biel. „Eigentlich wollte ich Feldspieler sein – fasziniert haben mich aber die grosse Goalieausrüstung und die Eismaschine.“ Blaue Flecken gehörten von da an zum Alltag: „Im Training war es oft schlimmer als in den Spielen, weil die eigenen Mitspieler noch härter schossen.“
Unvergesslich blieben ihm der Meistertitel mit Davos, der Spengler Cup, die Olympiateilnahme sowie der Wechsel in die NHL zu den Anaheim Ducks. „Über 100 Spiele pro Saison – das ist die härteste Liga der Welt.“ Heute engagiert sich Hiller als Präsident der Schweizer Hockey Spielervereinigung SIHPU und im Nachwuchsbereich. Am liebsten verbringt er aber Zeit mit seinen Kindern: „Ich hoffe, dass es bald genug Schnee gibt, damit ich mit ihnen am Urnäscher Skilift Skifahren kann.“
Jacques Oberli: Von Zürich nach Urnäsch
Zweiter Gast war Jacques Oberli, Leiter der Kantonalen Steuerverwaltung. Aufgewachsen im Zürcher Oberland, lebt er seit 20 Jahren mit seiner Frau und 5 Töchtern in Urnäsch. „Der grösste Kulturschock war, als es am 2. Juni schneite – da wollte ich eigentlich zurückziehen. Geblieben bin ich trotzdem. Heute finde ich: Urnäsch ist ein idealer Ort für Kinder.“
Oberli engagiert sich in der Finanzkommission sowie politisch für die Mitte. Zudem ist er Mitglied der Männerkochgruppe „7 Chrütli“. „Ich schätze einen guten Schwatz, verfolge die Politik aktiv und spiele in meiner Freizeit Drehorgel“, sagte er.
Auf die Frage, welchen Ort er Gästen zeigen würde, antwortete er ohne Zögern: „Den Hochhamm bei Sonnenuntergang.“ Sein Wunsch für Urnäsch: „Ein wenig mehr mediterranes Lebensgefühl im Dorf.“
Auch die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger kamen zu Wort.
Das Moderatorenteam interessierte sich dafür, aus welcher Gemeinde sie hergezogen sind, welche Beweggründe hinter ihrem Umzug standen und wie es ihnen in Urnäsch gefällt. Die Rückmeldungen fielen durchwegs positiv aus – einige gerieten sogar regelrecht ins Schwärmen. Besonders die Ursprünglichkeit, die gelebten Traditionen, die herzliche Gastfreundschaft und die schöne Natur von Urnäsch finden grossen Anklang.