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12. und letzter Stammtisch im Engel am Dorfplatz
Zum letzten NatUrnäsch-Stammtisch begrüssten Angie Kellenberger und Felix Mettler die Gäste im
Weinlokal Engel am Dorfplatz in Urnäsch. Musikalisch begleitet von Lino Alder und Hännes Dietrich am Hackbrett. Der Abend stand ganz im Zeichen von Menschen, die Urnäsch mit ihrem Engagement, ihrer Haltung und ihren Ideen prägen.
Elisabeth Frischknecht – Engagement mit Herz und Ausdauer
Zuerst im Mittelpunkt des Abends stand Elisabeth Frischknecht. Über viele Jahre hinweg engagierte sie sich mit grosser Selbstverständlichkeit für das Reka-Dorf und das Dorfleben in Urnäsch. Wer sie zu 30 Prozent anstellte, durfte mit weit mehr als vollem Einsatz rechnen. Gastgeberin aus Überzeugung, zuverlässig im Büro und mit einem offenen Ohr für Menschen.
Neben Beruf und Familie mit vier Kindern übernahm sie zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Familie und flexiblen Arbeitszeiten. Nach ihrem Abschied vom Reka-Dorf gönnte sie sich eine Auszeit und reiste allein durch Irland. Eine Erfahrung, die ihr neue Perspektiven eröffnete. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Wertschätzung für freiwilliges Engagement, Respekt im Umgang miteinander sowie den sorgsamen Erhalt von Brauchtum und Landschaft.
Martin Rusch – Landwirtschaft im Einklang mit Tradition und Zukunft
Martin Rusch, aufgewachsen in Urnäsch, sprach offen über seinen Weg zwischen Brauchtum, Musik und moderner Landwirtschaft. Nach verschiedenen beruflichen Stationen kehrte er bewusst in die Landwirtschaft zurück und feierte kürzlich seinen neuen Demeter-Hof mit rund 1’000 Gäste. Sein Ziel ist ein geschlossener, gesunder Kreislauf ohne Kraftfutter und Antibiotika, mit viel Respekt gegenüber Tier und Natur.
Neben der Arbeit auf dem Hof engagiert sich Martin Rusch seit über 20 Jahren im Jodelchörli Urnäsch, beim Bloch und der Fasnacht sowie im kulturellen Dorfleben. Besonders prägend ist für ihn der Sommer auf der Alp, wo Einfachheit, Handarbeit und Nähe zur Natur den Alltag bestimmen. Seine Vision ist es, Gästen und Kindern die Landwirtschaft und ihre Zusammenhänge näherzubringen.
Astrid Heinrich – Erfahrung, Offenheit und klare Visionen
Astrid Heinrich, neue Leiterin des Reka-Dorfs und der Krone Urnäsch, gab Einblick in ihren vielseitigen beruflichen Werdegang. Stationen in Tourismus, Journalismus, Politik, Museumsleitung und Hochschulbetriebe prägten ihren Blick für komplexe Zusammenhänge. Seit fünfeinhalb Jahren lebt sie in Urnäsch, ab 1. Juni 2025 arbeitet sie auch in Urnäsch mit der Übernahme der Geschäftsführung der Krone und des Reka-Feriendorfes.
Die Bedeutung des Reka-Dorfs für die Gemeinde sei gross, betonte sie. Ziel sei es, den Betrieb als Generationenangebot weiterzuentwickeln, barrierefrei zu gestalten und auch ausserhalb der Ferienzeiten besser auszulasten. Alles in enger Verbindung mit dem gastronomischen Angebot der Krone. Besonders hob sie die Offenheit hervor, mit der sie in Urnäsch aufgenommen wurde. Ihr persönlicher Kraftort ist der Weg über die Lauftegg via Blattendürren.
Dankeschön
Dies war der letzte von insgesamt zwölf heemligen Stammtischen mit insgesamt 35 spannenden Gästinnen und Gästen aus Urnäsch. Moderiert wurden die Abende zu Beginn von Philipp Langenegger gemeinsam mit Jana Diem, Anna Oertle, Felix Mettler und Angie Kellenberger. Ein grosser Dank gilt den gastgebenden Restaurants, den musikalischen Mitwirkenden sowie der Arbeitsgruppe, die die Veranstaltungsreihe im Hintergrund engagiert unterstützt hat.