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Arealentwicklung Ortskern Ost (Bahnhofareal) – Genehmigung derKreditüberschreitung und Informationen zum weiteren Vorgehen
Das Bahnhofareal beziehungsweise der Ortskern Ost beschäftigt die Gemeinde seit mehreren Jahren. Bereits ab 2016 wurde wiederholt über eine mögliche Arealentwicklung diskutiert. Auch im Rahmen der Bevölkerungsbeteiligung zur Erarbeitung des Legislaturprogramms 2020 bis 2023 wurde das Gebiet, als wenig einladend thematisiert. Im Dezember 2021 gab der Gemeinderat den vom Stimmvolk für die Arealentwicklung bewilligten Investitionskredit von CHF 60’000 frei. Die damalige Kostenschätzung basierte auf einem vereinfachten Workshopverfahren. Im Verlauf der Projektbearbeitung zeigte sich jedoch, dass dieses Verfahren für die komplexe Aufgabenstellung nicht geeignet war. Auf Empfehlung des fachlichen Begleitgremiums wurde deshalb auf eine Testplanung im Einladungsverfahren mit zwei Bearbeitungsteams umgestellt. Dieses Vorgehen ist deutlich aufwendiger und verursachte entsprechend höhere Kosten. An einer Informationsveranstaltung im September 2024 wurde der Bevölkerung das Ergebnis der Testplanung präsentiert.
Kreditüberschreitung
Die Arealentwicklung Ortskern Ost schliesst gemäss Schlussabrechnung mit Nettokosten von CHF 123’591.11 ab. Damit ergibt sich gegenüber dem bewilligten Kredit eine Überschreitung von CHF 63’591.11, welche gemäss Finanzhaushaltsgesetz genehmigungspflichtig ist. Trotz Beiträgen des Kantons (CHF 36’509.80) und der Appenzeller Bahnen (CHF 30’000.00) konnte die Kreditüberschreitung nicht vermieden werden. Der Gemeinderat erachtet diese als unerfreulich, aber aufgrund der notwendigen Anpassung des Verfahrens als nachvollziehbar und vertretbar. Der Gemeinderat hat die Kreditüberschreitung sowie die Schlussabrechnung genehmigt. Die Investitionskosten werden über 33
Jahre abgeschrieben, erstmals im Rechnungsjahr 2026.
Weiteres Vorgehen
Mit der abgeschlossenen Testplanung liegt nun eine fachliche Grundlage für die Weiterentwicklung des Ortskern Ost vor. Der Gemeinderat hat beschlossen, die favorisierte Testplanung des Architekturbüros Staufer & Hasler weiterzuverfolgen. Für die nächste Projektphase ist unter der Leitung von Gemeinderat Niklaus Hörler eine Projektgruppe mit verschiedenen Fachpersonen eingesetzt worden. Zudem fliessen die Erkenntnisse aus der Testplanung in die laufende Revision der Planungsinstrumente (Richtplan,
Zonenplan und Baureglement) ein. Das weitere Vorgehen wird sorgfältig vorbereitet. Insbesondere soll die Projektorganisation, die Finanzierung sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern verbindlich geregelt werden. Anregungen aus der Bevölkerung werden weiterhin berücksichtigt. Der Gemeinderat informiert zu gegebener Zeit über die nächsten Schritte.
Bei Fragen erteilt Auskunft:
Gemeindepräsident Peter Kürsteiner, erreichbar in der Regel nachmittags, 071 365 60 67